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Autor Thema: Rhiannon - Eindruck zum Spiel  (Gelesen 1415 mal)
Jutta B.
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Die besten Dinge verdanken wir dem Zufall!


« am: 28. Oktober 2008, 17:21:15 »

Ich habe Rhiannon nun auch gestern beendet. Bin mir aber noch ein wenig unschlüssig, wie ich es empfunden habe. Es hat mich stark an Barrow Hill erinnert von der Machart, insbesondere wegen dieser Standbilder, die es ja auch schon in anderen Spielen gab, wie beispielsweise  Dark Fall (Scratches ?) u. a., bei denen man sich mit Klick nach vorne, rechts, links oder unten - im Spiel fortbewegt, was ich manches Mal schon als nervig empfand, da ich mich an manchen Stellen oftmals vertan habe und dachte, jetzt müsstest du doch da abbiegen oder diese Tür betreten können, war dann aber einen Klick zu weit  oder hatte einen Klick zu wenig getan. Hatte für mich auch einen leichten Touch storymäßig und vom Ablauf her wie Barrow Hill.

Die Story, auch wenn mir das irgendwie schon bekannt vorkam, war solide aufgebaut, sie war okay, die Rätsel nicht allzu schwierig, sie waren relativ gut zu bewältigen. Leider wiederholten sich einige Rätsel in der Machart in jedem Kapitel wieder. Liegt aber auch daran, dass man die Elemente (Feuer, Wasser, Luft, Erde) in Form von "Orbs" "verzaubern" musste. Gegenstände, die man vorher entdeckt und in die "Hand" nehmen konnte, aber noch nicht mitnehmen durfte, die wurden dann später benötigt, wenn die Zeit reif dafür war. Wenn man irgendwas nicht angeklickt hatte (das Gefühl hatte ich), dann kam man an einem bestimmten Punkt erst mal nicht weiter. Ich habe ewig lange versucht die Leiter im Stall/Boothaus mitzunehmen, ging aber nicht, weil ich, dort, wo das Baugerüst am Haus angebracht ist, einen Pfeil nach oben noch nicht betrachtet hatte. Die Locations waren ansprechend, das Ganze spielte sich ja praktisch überwiegend auf dem Anwesen Ty Pryderi  (einem Gehöft) und deren Gebäude ab sowie zwei kleinen Wegen, die vom Anwesen abzweigten. Zum Schluss durfte man noch ein kleinen Teil des Friedhofs besuchen. Hin und wieder fielen Blätter von den Bäumen, das Wasser plätscherte, ein Vogel flog vorbei. Ich hätte es mir gern ein wenig düsterer gewünscht. Die Texte, sei es in Form von Tagebüchern, Briefen oder Emails waren für mich gut zu lesen und verständlich. Von der Spielzeit her gesehen habe ich vielleicht, wenn ich großzügig schätze, 12 Stunden mit dem Spiel verbracht.

Wenn ich das richtig gelesen habe, ist es ein Erstlingswerk des Entwicklers "Arbeth" und dafür haben die ihren Job ganz ordentlich gemeistert, ich kann das Spiel durchaus empfehlen, kommt aber für mich nicht an "The Lost Crown" heran, was aber jetzt nicht abwertet herüberkommen soll. Gern hätte ich dort auch mal andere Menschen getroffen und mit ihnen gesprochen, so habe ich mich schon manches Mal sehr einsam gefühlt. Spannung kam für mich auch nicht so recht auf, also dass ich jetzt so gefesselt war und gar nicht wieder aufhören wollte zu spielen, liegt ja manchmal auch an der eigenen Stimmung.

Grüße Jutta
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TowCat
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« Antworten #1 am: 27. Dezember 2009, 23:46:25 »

Hi Jutta,

ich kann mich dir nur anschließen, ich hab es zwar erst jetzt installiert und gespielt, aber die Grafik...

Und der Rest: Es ist nicht einmal annähernd an den folgenden Myste Myst Exile oder sonste wie gestaltet. Es ist einfach nur lieblos.

Einen Vergleich zu ziehen zu Barrow Hill ist, als ob ich "The Lost Crown" mit einem alten "Text-Adventure" vergleiche.

Nee, also ich stelle mir etwas anderes vor unter "Grusel-Adventure" und dabei lasse ich mir auch viele Angriffe gefallen, die was anderes sagen.

Das Spiel wäre als Wimmelbildspiel das beste Highlight des Jahres, wenn es denn eines sein würde, denn die Kombi ist doch wohl mittlerweile jedem klar oder?

Es wird an den Adventures immer mehr reduziert, damit die Wimmelbild-Macher immer mehr Potential haben und dementsprechend es kombinieren können und alles sitzt sowieso im "guten und ganzen" unter einem Dach.

Ich mäkele echt rum an diesem Spiel, was eine Gute Story hat, aber wenn, dann lieber das makabere Wimmelbild als solch ein liebloses Getümmel an angeblicher guter "Grafik".

Sorry für mein Gebrummel, aber das Geld war nicht mal Wert für 2.

lG TowCat

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« Antworten #2 am: 28. Dezember 2009, 12:43:17 »

Hi, ich kann TowCats Post nicht nachvollziehen. Besonders der Sinn des vorletzten Satzes bleibt mir völlig unverständlich.
Mir hat das Spiel sehr gut gefallen. Und da ich einsame Streifzüge liebe, war mir das Spiel auch nicht zu leer. Ich stelle es schon in eine Reihe mit Dark Fall und Barrow Hill. Diese Spiele sind ganz auf meiner Linie, und dass sie grafisch nicht mit denen grosser Firmen konkurrieren können ist klar, tut dem Charme dieser Spiele aber keinen Abbruch. Da ich ja sowieso bekennender Indie-Fan bin lege ich auf Supergrafik keinen Wert, das Spiel muss mich im Ganzen ansprechen und das tut Rhiannon ganz klar. Das ist natürlich nur meine persönliche Meinung und ich freue mich schon auf den Nachfolger Coven MfG Bi
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BeriBeri
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« Antworten #3 am: 28. Dezember 2009, 20:58:21 »

Hi, ich kann TowCats Post nicht nachvollziehen. Besonders der Sinn des vorletzten Satzes bleibt mir völlig unverständlich.
Mir hat das Spiel sehr gut gefallen. Und da ich einsame Streifzüge liebe, war mir das Spiel auch nicht zu leer. Ich stelle es schon in eine Reihe mit Dark Fall und Barrow Hill. Diese Spiele sind ganz auf meiner Linie, und dass sie grafisch nicht mit denen grosser Firmen konkurrieren können ist klar, tut dem Charme dieser Spiele aber keinen Abbruch. Da ich ja sowieso bekennender Indie-Fan bin lege ich auf Supergrafik keinen Wert, das Spiel muss mich im Ganzen ansprechen und das tut Rhiannon ganz klar. Das ist natürlich nur meine persönliche Meinung und ich freue mich schon auf den Nachfolger Coven MfG Bi

Hallo Bi,

danke für deine Wertungen und Kommentare, da geb ich sehr viel drauf - wie du ja vielleicht weisst.
Also ich hab auch Rhiannon angespielt und es hat mich schon sehr an Barrow Hill erinnert. Es mag wohl auch daran liegen, dass ich auch diese einsamen Spiele sehr mag. Die Grafik ist da für mich zweitrangig.
An "einsamen Streifzügen" erinnere ich noch an Reah, Schizm, Scratches, Dark Fall und den Myst und Riven und natürlich die Rhem's 1-3. Für mich alle sehr gut! Da ich ja die 360-Grad-Spiele NICHT spielen kann, bin ich für diese Art Spiele immer noch dankbar. Übrigens The Lost Crown fand ich auch "einsam"...
Fazit: ich freue mich, dass ich Rhiannon noch vor mir habe  Zwinkernd

lg BeriBeri
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« Antworten #4 am: 07. Februar 2010, 16:53:15 »

Hier meine Eindrücke und Anmerkungen zu Rhiannon:

- ein nettes Independent-Spiel basierend auf der Wintermute-Engine

- erinnert ein wenig an die Adventures von Jonathan Boakes und Matt Clark

- von der Geschichte her: 'Gothic Horror'

- die Hintergründe (aussen) sind wohl nachbearbeitete Photos von realen Orten

- obwohl die Lokalität nich allzu groß ist (ein altes Landhaus samt näherer Umgebung), war die Orientierung für mich doch etwas verwirrend. Es brauchte einige Zeit, bevor ich eine 'Karte in meinem Kopf' hatte. Evtl. lag dies auch daran, dass man keine Rundum-Sicht hat, sondern sich streng von Bild zu Bild bewegt.

- ein paar Charaktere zum Interagieren wären nicht schlecht gewesen, bedeuten aber sicher mehr Programmieraufwand.

- ohne Anleitung etwas schwierig verständlich, dazu muss man dann 'ellenlange' Texte lesen, um zu verstehen, wer denn wann mit wem und wozu und die Folgen.....

- streng linear, nicht alle Gegenstände kann man jederzeit mitnehmen und nicht überall hin kann man gehen. Es ist frustrierend, wenn man einen Gegenstand zwar betrachten, aber (noch) nicht nehmen kann. Später dann braucht man ihn, kann ihn auch nehmen, muss dann aber wieder lange Wege dorthin in Kauf nehmen. Und sich immer merken, wo sich was denn befindet und wie man dort hin gelangt.  Wollte man so 'Spielzeit schinden'?

- hauptsächlich Finde- und Inventarrätsel, sprich: man muss viele Gegenstände (verstreut über die Umgebung) zusammensuchen, diese kombinieren, um dann einen neuen Gegenstand zu erhalten, den man später auch wieder in Kombination benutzen muss.

Viele Grüße,

- Karl-Josef


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